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Der Evangelische Verband für Diakonie der Kirchenbezirke im Landkreis Schwäbisch Hall heißt Sie Willkommen

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Zeit schenken - Freude ernten Ehrenamt - ein gutes Miteinander

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Projekt Tiefer Brunnen

Das Projekt Tiefer Brunnen in Schwäbisch Hall wird seit Anfang 2002 von einer Gruppe ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die sich aus dem Freundeskreis Asyl Gaildorf/Schwäbisch Hall gebildet hatte getragen. Die Trägerschaft und die organisatorische Leitung liegen beim Diakonieverband  Schwäbisch Hall - Bezirksstelle Schwäbisch Hall.

Zielgruppe

Zahlreiche Flüchtlinge kommen nach Deutschland , nachdem sie in ihrem Heimatland erniedrigt, gefoltert oder vergewaltigt wurden. Viele wurden mit dem Tod bedroht oder mussten mit ansehen, wie Angehörige misshandelt oder getötet wurden. Diese Erlebnisse sind oft tief im Gedächtnis hängen geblieben. Sie können selbst in belanglosen Situationen Auslöser dafür sein, dass sie erneut von Todesängsten und Schreckensbildern überflutet werden. Die Asylanträge   vieler traumatisierter Flüchtlinge werden abgelehnt, weil sie die erlittenen Qualen nicht glaubhaft genug schildern können. Ständig von Abschiebung bedroht, leiden diese Menschen besonders schwer.

Hilfsmöglichkeiten

Traumatisierte Flüchtlinge bekommen nur schwer eine sofortige Psychotherapie . Der Weg dorthin ist oft langwierig - scheitert meist an der Finanzierung oder an der sprachlichen Barriere. Symptome wie Kopfschmerzen, Magen- und Rückenbeschwerden, immer wiederkehrende Ohnmachtsanfälle und Angstzustände werden von den Ärzten oftmals nur medikamentös behandelt. Oft verschlimmern sich die Beschwerden, werden chronisch. Eine sofortige und ganzheitliche Hilfe wäre nötig.
 
Diese leisten die Helferinnen und Helfer vom Projekt "Tiefer Brunnen". Für jede betroffene Frau ist dabei eine Vertrauensfrau, für jeden Mann ein Vertrauensmann zuständig. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spenden Trost und Zuwendung, helfen in rechtlichen Fragen, begleiten Behörden- und Arztbesuche.
 
Zwei- bis dreimal im Jahr findet ein ganztägiges Seminar zu einem bestimmten Thema statt. Die Seminare werden getrennt für Männer und Frauen angeboten. Ein Männerseminar war unter das Thema "Heimat" gestellt. Mit Hilfe praktischer Übungen "ein inneres Bild zum Thema wird zu Papier gebracht und anschließend der Gruppe vorgestellt" wird eine persönliche Verbindung zur Thematik hergestellt. Weitere Elemente dieser Seminartage sind:
 
- das Erlernen von Entspannungsübungen
- die Möglichkeit sich über aktuelle Befindlichkeiten auszutauschen
- gemeinsame sportliche Betätigung
- Spaziergänge

....es entsteht eine besondere Art von Gemeinsamkeit. Nicht selten öffnen sich Personen und können plötzlich von früher erzählen, was aufgrund der schweren seelischen Belastung nicht möglich war.

Soziotherapie für traumatisierte Flüchtlinge im Lkr Schwäbisch Hall

Im Landkreis Schwäbisch Hall leben z. Zt. mehrere Hundert asylsuchende und asylberechtigte Flüchtlinge. Ein Teil von ihnen ist auf Grund von Misshandlungen, von Folterungen, von Tötungen naher Verwandter und von anderen schrecklichen Ereignissen, die zur Flucht nach Deutschland geführt haben, in unterschiedlichem Maße traumatisiert und dadurch nicht mehr in vollem Umfang lebensfähig.

Traumatherapie für Flüchtlinge: "Da kommen dir die Tränen"