Hilfe für Haller und Arme in Rumänien

28/11/2016 ǀ Diakonieverband

Spendenaktion: Die beiden Hilfskampagnen Orangenaktion und Wünsche am Weihnachtsbaum starten.

Ein Baum voller Wünsche wartet auf großzügige Bürger.  „Eine schwarze Hose, Größe 38, für eine 31-jährige Frau“, „30-Euro-Gutschein für Lidl“, „25 Euro Zuschuss für Stromkosten“. An einem Weihnachtsbaum in der St. Michaels­kirche hängen 435 rote Zettel mit Wünschen darauf. Wer die liest, zweifelt daran, in einem der reichsten Ländern der Welt zu leben. Die Aktion „Geschenke unter dem Weihnachtsbaum“ ist gestern im Gottesdienst von St. Michael gestartet. „Wir vom Diakonieverband haben seit zwei Monaten die Wünsche unserer Klienten gesammelt“, sagt Margret Kinscher, Mitarbeiterin aus dem Brenzhaus. Wer einen erfüllen will, nimmt sich einen Zettel vom Baum, kauft den Gegenstand und gibt ihm im Brenzhaus ab. Alle Details stehen auf jedem Wunschzettel.

„Für viele Arbeitslose, Hartz-IV-Empfänger, Alleinerziehende und immer mehr Rentner reicht es hinten und vorne nicht“, sagt Kinscher. Oft wollten die sich einen kleinen Luxus gönnen, wie mal einen Schweinebraten, für den das Geld sonst nicht reicht. Aber es gehe auch um Basis-Bedürfnisse. Kinscher: „Am meisten beeindruckt hat mich die Frau, die kein Geld hat, zwei Spannbettbezüge zu kaufen. Die kosten 9,99 Euro bei Norma.“

Lena Bertsch, Sarah Stadler, Lara Moser stellen im Gottesdienst anschaulich die Hilfsaktionen vor. Und sie verkaufen danach Orangen. Die werden in vielen anderen Gemeinden jetzt auch verkauft – meistens nach den Gottesdiensten. Ein Großteil des Kaufpreises fließt in „Kurze Beine – Kurze Wege“ nach Rumänien. Dort soll ein Internat in einem Kloster aufgebaut werden, das es Kindern aus Bergregionen ermöglicht, eine Schule zu besuchen.